ENNIGERLOH – Nachdem ich gestern im Rahmen des Ferienprogramms für den Förderverein im Naturbad aktiv war, habe ich wieder mit vielen Badegästen gesprochen. Dazu erreichen mich zahlreiche Mails und WhatsApp-Nachrichten und natürlich lese ich viele Kommentare – nicht nur in meinen eigenen Gruppen.
Das Meinungsbild ist aktuell geteilt: Die einen lieben unser Naturbad und besuchen es weiterhin gerne. Andere sind vorsichtig geworden oder meiden es. Immer wieder lese ich sogar: „Wir besuchen das Naturbad nie wieder.“
Was nach den Erkrankungsfällen passiert ist
Deshalb m
öchte ich noch einmal kurz zurückblicken.
Nachdem die vielen Erkrankungsfälle am besagten Wochenende bekannt wurden, hat die Badleitung das Naturbad direkt geschlossen. Die beiden Labore, die ohnehin regelmäßig die Wasserqualität kontrollieren, wurden mit zusätzlichen Tests beauftragt. Die Stadt hat sich mit dem Gesundheitsamt des Kreises Warendorf abgestimmt und weitere Untersuchungen und Maßnahmen veranlasst.
Ja, diese Untersuchungen haben Zeit gebraucht. Aus meiner Sicht hätte die Stadt in dieser Phase vielleicht besser erklären können, warum es so lange dauert.
Grundreinigung und überarbeitete Reinigungspläne
Das Bäderteam hat währenddessen das gesamte Bad einer Grundreinigung unterzogen. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt wurden die Reinigungspläne überarbeitet. Die Reinigung wird nun noch gründlicher dokumentiert und kontrolliert.
Keine Auffälligkeiten im Wasser
Und dann kam ein wichtiges Ergebnis:
Bei den zusätzlichen Untersuchungen in verschiedenen Laboren wurden im Wasser des Naturbads keine Auffälligkeiten festgestellt.
Das gilt übrigens auch für die regelmäßigen Wasseruntersuchungen seit Bestehen des Naturbads. Auch dort gab es bislang keine Auffälligkeiten.
Ich finde: Das ist ein sehr gutes Zeichen.
Wo könnte die Ursache gelegen haben?
Die Ursache der Erkrankungen muss also möglicherweise an anderer Stelle gelegen haben. Eine Übertragung über Kontaktflächen wie Türgriffe, Handläufe oder andere häufig berührte Stellen wäre beispielsweise denkbar. Und genau das kann grundsätzlich überall passieren, wo viele Menschen zusammenkommen – im Kindergarten, in der Schule, beim Einkaufen oder eben auch in einem Schwimmbad.
Würdet ihr deshalb sagen: „Mein Kind darf nie wieder in die Schule“ oder „Hier kaufe ich nie wieder ein“?
Mit etwas Abstand auf die Situation schauen
Genau hier möchte ich ansetzen.
Wenn ihr dem Naturbad aktuell skeptisch gegenübersteht, nehmt euch vielleicht einmal etwas Abstand und denkt darüber nach, was unser Naturbad für Ennigerloh bedeutet.
Denkt an die schönen Sommertage, die ihr dort erlebt habt. An die Kinder, die dort schwimmen und spielen. An Veranstaltungen wie das Fackelschwimmen und die Ferienprogramme. Und daran, wie viele Mitarbeiter und Ehrenamtliche dafür sorgen, dass wir dieses besondere Bad überhaupt haben.
Kritik ist wichtig – Hetze hilft niemandem
Natürlich läuft auch im Naturbad nicht immer alles perfekt. Natürlich darf und soll man Dinge kritisch hinterfragen. Kritik ist wichtig. Hetze und Stimmungsmache bringen uns dagegen keinen Schritt weiter.
Deshalb meine persönliche Bitte:
💚 Gebt unserem Naturbad eine neue Chance
Das Bäderteam und die vielen Ehrenamtlichen des Fördervereins geben alles dafür, dass ihr dort eine schöne Zeit verbringen könnt.
Besucht das Naturbad wieder. Habt einen schönen Tag. Nehmt eure Freunde und Familien mit. Und erzählt anderen auch von euren positiven Erfahrungen.
Seid Teil des Guten. ❤️
Zeigt auch die positiven Erfahrungen
Und noch eine Bitte: Wenn ihr einen schönen Tag im Naturbad erlebt habt, nehmt euch ein paar Minuten Zeit und schreibt eine ehrliche, positive Google-Bewertung.
Nicht, um etwas schönzureden. Sondern um auch sichtbar zu machen, wie viele Menschen unser Naturbad schätzen und lieben.
Unser Naturbad ist etwas Besonderes. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass es auch weiterhin ein Ort bleibt, an dem Menschen gerne ihre Sommertage verbringen.
